Restart der Super League – Traumdebüt für Simic: Zürich erkämpft sich späten Punkt in Luzern – Sport


Mit einem Hammer meldete er sich in der Super League an: Roko Simic. Die Leihgabe von Red Bull Salzburg verwertete in der 89. Minute nach einer ungenügenden Klärungsaktion der Luzerner herrlich per Direktabnahme und verkürzte so auf 1:2 für den FCZ. Nur 12 Minuten zuvor war er eingewechselt worden. Marius Müller im FCL-Tor konnte dem Ball nur noch nachschauen.

Und Simic hatte noch nicht genug. In der Nachspielzeit brachten die Luzerner den Ball nach einem Eckball erneut nicht weg. Mamady Diambou – ebenfalls eine Leihgabe der Salzburger, aber in den Reihen des FCL – köpfelte den Ball direkt vor die Füsse von Simic. Ohne zu zögern zimmerte er die Kugel am fassungslosen Müller vorbei ins Netz und erzielte vor vielen mitgereisten Zürcher Fans den umjubelten 2:2-Ausgleich.

Langes Abtasten zu Beginn

Zuvor hatten die Fans in der Swissporarena zum Wiederauftakt der Super League lange auf die grossen Aufreger warten müssen. Nach etwas mehr als einer Stunde erhitzten sich dann ein erstes Mal die Gemüter. Cheick Conde berührte im eigenen Strafraum sowohl den Ball als auch Pascal Schürpf. Der 33-jährige Luzerner liess sich fallen und nach Meldung des VAR entschied sich Schiedsrichter Fedayi San für einen Penaltypfiff. Max Meyer liess sich nicht zweimal bitten und verwertete souverän zum 1:0.

Nur wenige Minuten später stand San erneut im Mittelpunkt. Für ein hartes Einsteigen von Ismajl Beka zeigte er zurecht Gelb. Antonio Marchesano scheiterte mit seinem Freistoss aus guter Position an FCL-Schlussmann Müller.

Chader vergibt Chancen – und trifft doch noch

In der 71. Minute hätte das Heimteam fast auf 2:0 erhöhen können. Der glücklos agierende Offensivspieler Sofyan Chader scheiterte mit seinem Abschluss aber am Pfosten. Bereits zuvor hatte er freistehend eine gute Möglichkeit liegengelassen. Er zeigte in dieser Partie, weshalb der FC Luzern noch auf der Suche nach einem weiteren Stürmer ist. Laut Trainer Mario Frick soll der neue Spieler bereits in der nächsten Woche vorgestellt werden.

Dass er seinen Torriecher noch nicht ganz verloren hat, bewies er bei einem Konter in der Schlussphase. Alleinstehend vor Zivko Kostadinovic, der den verletzten Yanick Brecher vertrat, vollendete der 22-Jährige souverän doch noch zum 2:0. Es war sein erster Super-League-Treffer seit dem 13. August.

Was zu diesem Zeitpunkt nach der Entscheidung aussah, brachte dem FC Luzern letztlich doch nur einen Punkt. Die Zürcher verdienten sich den späten Ausgleich vor allem durch ihre Moral – und den starken Debütanten Simic.

So geht’s weiter

Der FC Luzern gastiert am kommenden Samstag (ab 20:30 Uhr live auf SRF zwei) beim FC Basel. Einen Tag später empfängt der FC Zürich ab 16:30 Uhr den FC St. Gallen.

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