Bern verliert gegen Davos, der ZSC gegen Lugano


Berns Torhueter Philip Wuethrich im Eishockey Meisterschaftsspiel der National League zwischen dem SC Bern und HC Davos, am Freitag, 20. Januar 2023 in der PostFinance Arena in Bern. (KEYSTONE/Peter K ...

Philip Wüthrich und sein SC Bern müssen zum vierten Mal in Serie als Verlierer vom Eis.Bild: keystone

Die Mutzen kassierten die vierte Pleite in Serie, die Zürcher gar die fünfte. Ganz anders die Gefühlslage bei Rappi und Kloten, die ihre Siegesserie fortsetzen. An der Tabellenspitze überholt Genf derweil wieder Biel.

Bern – Davos 2:4

Der SC Bern gerät ausgerechnet in der entscheidenden Phase um die Playoff-Qualifikation wieder in eine Krise. Das 2:4 gegen den Tabellennachbarn Davos war bereits die vierte Niederlage in Folge – und das nach einer 2:0-Führung. Die Bündner drehten die Partie im Mitteldrittel dank der Spezialteams. Joakim Nordström traf in Unter-, Leon Bristedt und Dominik Egli in Überzahl.

Bern – Davos 2:4 (2:0, 0:3, 0:1)
15’383 Zuschauer.
SR Lemelin (CAN)/Hürlimann, Altmann/Gurtner.
Tore: 6. Kahun (Ennis, Sceviour) 1:0. 14. Scherwey (Bärtschi, Untersander) 2:0. 25. Nordström (Unterzahltor!) 2:1. 35. Bristedt (Powerplaytor) 2:2. 40. (39:11) Dominik Egli (Corvi/Powerplaytor) 2:3. 59. Ambühl (Nordström) 2:4 (ins leere Tor).
Strafen: je 4mal 2 Minuten.
Bern: Wüthrich; Goloubef, Zgraggen; Untersander, Füllemann; Pinana, Beat Gerber; Molina; DiDomenico, Lindberg, Bader; Sceviour, Kahun, Ennis; Bärtschi, Vermin, Scherwey; Fahrni, Baumgartner, Fuss; Ritzmann.
Davos: Senn; Fora, Dahlbeck; Nygren, Barandun; Dominik Egli, Paschoud; Minder; Stránský, Corvi, Ambühl; Schmutz, Nordström, Bristedt; Wieser, Rasmussen, Nussbaumer; Canova, Chris Egli, Knak; Hammerer.
Bemerkungen: Bern ohne Gelinas, Colin Gerber, Mika Henauer, Lehmann, Loeffel und Moser (alle verletzt), Davos ohne Frehner, Jung, Prassl und Wellinger (alle verletzt). Bern von 57:32 bis 58:59 ohne Torhüter.

Lugano – Zürich 2:1

Die Flitterwochen mit dem Coach-Rückkehrer Marc Crawford an der Bande dauerten für die ZSC Lions nur kurz. Nach zwei Siegen zum Start war das 1:2 in Lugano nun die fünfte Niederlage in Folge – alle ohne einen Punktgewinn. Eine solche Pleitenserie erlebten die Zürcher letztmals in der Saison 2005/2006. Den Siegtreffer zum 2:0 der Tessiner erzielte in der 34. Minute Marco Müller einen Tag vor seinem 28. Geburtstag.

From left, Lugano's player Markus Granlund, Lugano's player Marco Mueller, Lions player Lucas Willmark and Lugano's player Daniel Carr, during the preliminary round game of the National League Swiss i ...

Lugano setzte sich in einer ausgeglichenen Partie gegen die ZSC Lions durch.Bild: keystone

Lugano – ZSC Lions 2:1 (1:0, 1:1, 0:0)
4653 Zuschauer. – SR Wiegand/Ströbel, Wolf/Urfer.
Tore: 4. Arcobello (Connolly, Morini) 1:0. 34. Marco Müller (Alatalo, Klok) 2:0. 38. Lammikko (Weber, Bodenmann) 2:1.
Strafen: je 5mal 2 Minuten.
PostFinance-Topskorer: Connolly; Wallmark.
Lugano: Schlegel; Alatalo, Klok; Riva, Mirco Müller; Villa, Wolf; Näser; Carr, Marco Müller, Granlund; Connolly, Arcobello, Morini; Fazzini, Thürkauf, Josephs; Walker, Herburger, Zanetti; Gerber.
ZSC Lions: Hrubec; Weber, Phil Baltisberger; Kukan, Geering; Trutmann, Lehtonen; Guebey; Chris Baltisberger, Azevedo, Texier; Riedi, Wallmark, Andrighetto; Bodenmann, Lammikko, Hollenstein; Bachofner, Sigrist, Schäppi; Sopa.
Bemerkungen: Lugano ohne Andersson, Guerra (beide krank), Vedova (verletzt), Bennett und Koskinen (beide überzählige Ausländer), ZSC Lions ohne Marti, Waeber (beide verletzt) und Roe (überzähliger Ausländer). ZSC Lions ab 58:38 ohne Torhüter.

Biel – Genf 2:3 n.V.

Biel schaffte den Sprung an die Spitze der National League einmal mehr nicht. Nach dem 1:6-Debakel am Dienstag in Freiburg starteten die Seeländer druckvoll. Nach nur dreieinhalb Minuten führten sie dank PostFinance-Topskorer Fabio Hofer und Yanick Stampfli, der einen Tag nach seiner Vertragsverlängerung sein erstes National-League-Tor erzielte, 2:0. Giancarlo Chanton verkürzte seinerseits mit seinem ersten NL-Treffer, ehe Noah Rod fünf Minuten vor Schluss ausglich. Nach gut zwei Minuten der Verlängerung sorgte Linus Omark mit seinem ersten Overtime-Tor für den Genfer Sieg.

Servettes Alessio Bertaggia, Linus Omark und Vincent Praplan, von links, feioern den Treffer zum 2-3 im Eishockey Qualifikationsspiel der National League zwischen dem EHC Biel und Genf Servette HC, am ...

Servette bejubelt den entscheidenden Treffer in der Verlängerung durch Linus Omark (mitte). Bild: keystone

Biel – Genève-Servette 2:3 (2:0, 0:1, 0:1, 0:1) n.V.
6133 Zuschauer. – SR Tscherrig/Dipietro, Obwegeser/Burgy.
Tore: 2. Hofer (Haas, Grossmann) 1:0. 4. Stampfli (Rajala, Kessler) 2:0. 28. Chanton (Hartikainen) 2:1. 56. Rod (Praplan) 2:2. 63. Omark (Praplan) 2:3.
Strafen: 2mal 2 Minuten gegen Biel, 1mal 2 Minuten gegen Genève-Servette.
PostFinance-Topskorer: Hofer; Winnik.
Biel: Säteri; Rathgeb, Lööv; Jakowenko, Grossmann; Delémont, Forster; Stampfli; Kessler, Sallinen, Rajala; Hofer, Haas, Olofsson; Brunner, Cunti, Künzle; Froidevaux, Schläpfer, Tanner; Bärtschi.
Genève-Servette: Mayer; Karrer, Tömmernes; Völlmin, Le Coultre; Chanton, Auvitu; Maurer; Miranda, Pouliot, Winnik; Hartikainen, Jooris, Omark; Praplan, Richard, Rod; Antonietti, Smirnovs, Bertaggia; Berthon.
Bemerkungen: Biel ohne Hischier, Schneeberger (beide verletzt) und Sheahan (überzähliger Ausländer), Genève-Servette ohne Filppula, Jacquemet und Vatanen (alle verletzt).

Ambri – Kloten 2:3

Der EHC Kloten gewann erstmals seit Oktober 2016 und neun Niederlagen wieder einmal in Ambri-Piotta (3:2). Zweimal glichen die Leventiner aus, erst der zweite Treffer von Arttu Ruotsalainen in der 52. Minute sicherte dem Aufsteiger den vierten Erfolg hintereinander.

KLoten's player Martin Ness center, celebrate the 0 - 1 goal, during the preliminary round game of the National League Swiss ice hockey championship 2022/23 between HC Ambri-Piotta and the EHC Kloten  ...

Aufsteiger Kloten darf den vierten Sieg in Serie bejubeln.Bild: keystone

Ambri-Piotta – Kloten 2:3 (0:1, 1:0, 1:2)
6682 Zuschauer. – SR Stricker/Hungerbühler, Kehrli/Meusy.
Tore: 8. Ness (Reinbacher) 0:1. 31. Heed (Pestoni, Bürgler/Powerplaytor) 1:1. 47. Ruotsalainen (Reinbacher, Kellenberger) 1:2. 50. Kneubuehler (Formenton/Unterzahltor!) 2:2. 52. Ruotsalainen (Ekestahl-Jonsson) 2:3.
Strafen: 4mal 2 Minuten gegen Ambri-Piotta, 5mal 2 Minuten gegen Kloten.
PostFinance-Topskorer: Spacek; Ang.
Ambri-Piotta: Juvonen; Heed, Isacco Dotti; Virtanen, Fischer; Fohrler, Zaccheo Dotti; Zündel, Burren; Bürgler, Heim, Kneubuehler; Chlapik, Spacek, Formenton; Pestoni, Grassi, Zwerger; Hofer, Trisconi, Eggenberger.
Kloten: Zurkirchen; Reinbacher, Kellenberger; Ekestahl-Jonsson, Randegger; Nodari, Steiner; Kindschi; Ang, Aaltonen, Ruotsalainen; Simic, Faille, Marchon; Meyer, Lindemann, Schreiber; Obrist, Ness, Loosli; Derungs.
Bemerkungen: Ambri-Piotta ohne Kostner (verletzt) und McMillan (überzähliger Ausländer), Kloten ohne Dostoinov, Riesen, Schmaltz (alle verletzt), Bougro, Capaul und Peltonen (alle krank). Ambri-Piotta ab 58:43 ohne Torhüter.

Zug – Fribourg 5:3

Der EV Zug reagierte im Stil eines Champions auf das unglückliche Aus im Champions-League-Halbfinal. Der in der Meisterschaft bisher enttäuschende Titelverteidiger gewann das im Kampf um die direkte Playoff-Qualifikation wichtige Duell gegen Fribourg-Gottéron 5:3. Der unverwüstliche Julien Sprunger glich in seiner 20. Saison für Fribourg im Schlussdrittel mit seinem 55. Doppelpack – kein aktiver Spieler hat annähernd so viele – aus, doch Zug reagierte postwendend.

Die Zuger mit Fabrice Herzog, mitte, feiern das Tor zum 3:2 beim Eishockey Meisterschaftsspiel der National League zwischen dem EV Zug und Fribourg Gotteron am Freitag, 20. Januar 2023 in Zug. (KEYSTO ...

Nach dem Out in der Champions League kann der EV Zug immerhin in der Liga einen Sieg einfahren.Bild: keystone

Zug – Fribourg-Gottéron 4:3 (0:0, 2:0, 2:3)
7200 Zuschauer. – SR Borga/Holm (SWE), Cattaneo/Duc.
Tore: 32. Herzog (Djoos/Powerplaytor) 1:0. 39. Simion (Cehlarik) 2:0. 44. Sprunger (Powerplaytor) 2:1. 48. Sprunger (Desharnais, Mottet/Powerplaytor) 2:2. 55. Herzog (Simion, Martschini/Powerplaytor) 3:2. 57. (56:26) Martschini (Powerplaytor) 4:2. 58. (57:17) Sörensen (Desharnais/Unterzahltor!) 4:3 (ohne Torhüter). 60. (59:30) Klingberg (Kreis) 5:3 (ohne Torhüter)
Strafen: 5mal 2 Minuten gegen Zug, 3mal 2 Minuten gegen Fribourg-Gottéron.
PostFinance-Topskorer: Kovar; Bertschy.
Zug: Genoni; Gross, Djoos; Schlumpf, Geisser; Kreis, Stadler; Nussbaumer; Simion, Kovar, Herzog; Martschini, O’Neill, Cehlarik; Klingberg, Senteler, Allenspach; Abdelkader, Leuenberger, Suri; Zehnder.
Fribourg-Gottéron: Hughes; Gunderson, Jecker; Vainio, Chavaillaz; Sutter, Dufner; Seiler; Bertschy, Schmid, Marchon; Bykow, Walser, Jörg; Mottet, Desharnais, Kuokkanen; Sprunger, De la Rose, Sörensen; Rossi.
Bemerkungen: Zug ohne Almquist, Hansson und Hofmann (alle verletzt), Fribourg-Gottéron ohne Berra und Diaz (beide verletzt). Fribourg-Gottéron von 56:56 bis 57:17, 57:42 bis 58:40 und 58:47 bis 59:30 ohne Torhüter.

Ajoie – Rapperswil-Jona 1:4

Die Rapperswil-Jona Lakers stoppten im Duell zweier formstarker Teams den Lauf des Schlusslichts Ajoie (sechs Siege aus den letzten acht Spielen). Die Entscheidung zum 4:1 fiel durch drei Tore im Schlussdrittel.

Rapperswil-Jonas Spieler jubeln nach dem Fuehrungstreffer zum 1:2 beim Eishockey-Qualifikationsspiel der National League zwischen dem HC Ajoie und dem SC Rapperswil-Jona Lakers in der Raiffeisen Arena ...

Klare Sache: Rappi gab sich im Jura keine Blösse.Bild: keystone

Ajoie – Rapperswil-Jona Lakers 1:4 (0:1, 1:0, 0:3)
4520 Zuschauer. – SR Stolc (SVK)/Kohlmüller (GER), Steenstra (CAN)/Francey.
Tore: 4. Aberg (Cervenka, Profico) 0:1. 23. Gauthier (Devos/Powerplaytor) 1:1. 50. Noreau (Cervenka/Powerplaytor) 1:2. 55. Rowe (Cervenka, Noreau) 1:3. 58. Albrecht (Noreau, Schroeder) 1:4 (ins leere Tor).
Strafen: 5mal 2 Minuten gegen Ajoie, 6mal 2 Minuten gegen Rapperswil-Jona Lakers.
PostFinance-Topskorer: Devos; Cervenka.
Ajoie: Wolf; Pouilly, Brennan; Birbaum, Pilet; Hauert, Fey; Thiry; Arnold; Asselin, Gauthier, Bozon; Hazen, Devos, Schmutz; Sciaroni, Frossard, Romanenghi; Huber, Macquat, Vouillamoz.
Rapperswil-Jona Lakers: Nyffeler; Noreau, Maier; Vouardoux, Profico; Aebischer, Djuse; Baragano; Aberg, Rowe, Cervenka; Moy, Schroeder, Wetter; Zangger, Albrecht, Cajka; Lammer, Dünner, Forrer.
Bemerkungen: Ajoie ohne Bakos, Derungs, Garessus, Gauthier-Leduc und Rouiller (alle verletzt), Rapperswil-Jona Lakers ohne Alge, Elsener, Jensen (alle verletzt) und Jordan (überzähliger Ausländer). Ajoie von 57:08 bis 57:46 ohne Torhüter.

Lausanne – Langnau 5:0

Der ambitionierte Lausanne HC wahrt sich seine Chance, wenigstens den 10. Platz und damit die Vor-Playoffs zu erreichen. Im siebten Spiel seit dem Jahreswechsel blieben sie gegen die SCL Tigers erst zum zweiten Mal siegreich (5:0). Damit endete auch das dritte Duell der beiden Teams auf den Plätzen 13 und 12, die nur noch durch zwei Punkte getrennt sind, mit einem Heimsieg. Am Samstag wird Lausanne diesen Trend im «Rückspiel» stoppen müssen. Mit Guillaume Maillard und Marco Pedretti erzielten eher ungewohnte Torschützen die vorentscheidenden Treffer zum 2:0 bereits in den ersten zwölf Minuten.

Lausanne – SCL Tigers 5:0 (2:0, 0:0, 3:0)
6330 Zuschauer. – SR Piechaczek (GER)/Urban (AUT), Stalder/Huguet.
Tore: 10. Maillard (Hügli) 1:0. 12. Pedretti (Genazzi) 2:0. 48. Jäger (Bozon, Raffl) 3:0. 58. Sekac (Frick) 4:0 (ins leere Tor). 60. (59:59) Raffl (Sidler) 5:0.
Strafen: 1mal 2 Minuten gegen Lausanne, 3mal 2 Minuten gegen SCL Tigers.
PostFinance-Topskorer: Kovacs; Michaelis.
Lausanne: Laurikainen; Gernat, Frick; Glauser, Genazzi; Sidler, Jelovac; Holdener, Marti; Bozon, Jäger, Raffl; Hügli, Maillard, Pedretti; Kovacs, Audette, Kenins; Riat, Fuchs, Sekac.
SCL Tigers: Boltshauser; Lepistö, Schilt; Saarijärvi, Grossniklaus; Cadonau, Zryd; Guggenheim; Schmutz, Michaelis, Pesonen; Rohrbach, Eakin, Saarela; Lapinskis, Diem, Douay; Berger, Neuenschwander, Sturny; Weibel.
Bemerkungen: Lausanne ohne Almond, Emmerton, Heldner, Krakauskas (alle verletzt), Panik und Salomäki (beide überzählige Ausländer), SCL Tigers ohne Salzgeber (krank). SCL Tigers von 56:56 bis 57:42 ohne Torhüter.

(dab/sda)

Tabelle

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